Truppmann 2014
Zukunftsorientierte, gemeinsame Grundausbildung abgelegt
Größte Landkreisausbildung für Feuerwehrnachwuchs
Hepberg/Lenting/Stammham // Die größte gemeinsame Feuerwehrgrundausbildung auf Landkreisebene wurde kürzlich in den Gemeinden, Hepberg, Lenting und Stammham abgehalten.
68 Männer und Frauen aus Hepberg, Lenting, Stammham, Appertshofen, Echenzell, Böhmfeld, Zandt, Hirnstetten und Attenzell wurden von den vielen motivierten Ausbildern in den verschieden Grundausbildungsthemen an drei Standorten unterrichtet. Die Abnahmeprüfung wurde zentral in Hepberg im Feuerwehrgerätehaus vorgenommen.
Diese große Art der Ausbildungszusammenlegung ist einmalig im ganzen Landkreis und zukunftsweisend! Vorausschauende „Ausbildungs-Synergieeffekte für die Zukunft schaffen“ nach diesem Motto haben die Feuerwehren gemeinsam an drei Samstagen an den drei verschiedenen Standorten diesen Grundstein gelegt. Die Ausbildung Truppmann Teil 1, der Einstieg zum Feuerwehrmann oder zur Feuerwehrfrau, wurde in Stammham abgehalten. Voraussetzung zur Prüfungszulassung beim „Truppmann Teil I“ ist das Mindestalter von 15 Jahren und eine Feuerwehrdiensttauglichkeit. Allgemeine Rechtsgrundlagen, fachbezogene Grundlagen, Fahrzeug- und Gerätekunde sowie Einsatzlehre im Brandeinsatz (Theorie und Praxis) und Technischer Hilfeleistung (Theorie und Praxis) wurden hier unterrichtet. Die Ausbildung „Truppmann Teil 2“ wurde in Lenting abgehalten. Nach einer 2 jährigen Wartezeit kann dieser Lehrgang besucht werden. Themen wie: Stressbewältigung, Gefährliche Stoffe, Unfallverhütung, Wasserförderung und Organisationsgrundsätze wurden hier unterrichtet. Der Abschlusslehrgang der zum „Truppführer“ befähigt, wurde am Standort in Hepberg abgelegt. Nach einer Wartezeit von 1 Jahr kann dann auch der Abschlusslehrgang abgelegt werden.
Ein Einstieg mit der Feuerwehrgrundausbildung mit 15 Jahren und das Ablegen der kompletten Grundausbildung dauern somit mindestens 4 Jahre. Zwischen den jeweiligen Lehrgängen wird an den jeweiligen Standorten die Grundausbildung weiter durchlaufen. Diese drei Grundausbildungsstufen müssen alle Feuerwehrler durchlaufen. Sie sind Voraussetzung um zukünftig alle Leistungsprüfungsstufen ablegen zu können, Ausbildungsstätten des Landkreises zu besuchen oder an den staatlichen Feuerwehrschulen zugelassen werden zu können.
Die drei Kommandanten der beteiligten Feuerwehren: Renè Karmann-Hepberg, Christian Hubrich-Lenting, und Stefan Ampferl-Stammham waren für die „große gemeindeübergreifende Grundausbildung, an verschiedenen Standorten verantwortlich. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen das im Einsatzfalle die Zusammenarbeit erheblich fördert und im gemeinsamen Einsatzbereich der Feuerwehren im Einsatzfalle sehr hilfreich ist, konnten an den Ausbildungsstandorten die jeweils unterschiedlichen Fahrzeuge und Gerätschaften im praktischen Ausbildungsteil benutzt werden. Unter den kritischen Augen von Kreisbrandinspektor Bernhard Sammiller und den drei Kreisbrandmeistern: Alexander Heimisch, Franz Waltl und Martin Lackner legten im Anschluss nach den drei Ausbildungssamstagen alle Teilnehmer einen schriftlichen Prüfungstest zu Fragen des Feuerwehrwesens ab. Allen Teilnehmern konnte im Anschluss durch die Führungskräfte der Kreisbrandinspektion gratuliert werden zum Bestehen.
Alle Teilnehmer erhielten somit auch den ersehnten Eintrag ins Feuerwehrdienstbuch und die Truppmann Teil2 und Truppführer Teilnehmer erhielten sogar noch eine Urkunde. Beim abschließenden Grußwort des Kreisbrandinspektors Bernhard Sammiller und des zuständigen Kreisbrandmeisters Martin Lackner war der einhellige Tenor: „Gerätschaften können jederzeit beschafft werden aber keine ehrenamtlich, fertig ausgebildeten Einsatzkräfte“.
So galt der Dank allen männlichen und weiblichen Teilnehmer und allen Ausbildern die diese verantwortungsvolle Arbeit in der Feuerwehr übernehmen. Jede Gemeinde könne auf ihre Floriansjünger sehr stolz sein und sich auch in Zukunft auf die gut ausgebildeten Feuerwehrdienstleistenden verlassen.
„Feuerwehr ist wie Demokratie – man muss einfach nur mitmachen“!
Text: KBM Martin Lackner